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KIP-Barcamp 2024 - ein Erfolgsformat ging in die zweite Runde
Auf dem 2. Netzwerktreffen zu KI in der Pflege trafen sich Anfang September ca. 30 Mitarbeitende aus den KIP-Projekten an der Universität Bremen. Nach einer Einführung in das Format des Barcamps brachten alle Teilnehmenden Themen ein, die sie in den folgenden Stunden diskutieren möchten. In insgesamt 10 Sessions tauschten sich die Teilnehmenden zu unterschiedlichsten Fragestellungen, die für ihre Projektarbeit von Bedeutung sind, aus. Zu allen Sessions wurden Sessionberichte erstellt, die hier nachzulesen sind.
Das ProKIP-Team freut sich über die positiven Rückmeldungen die wir während und nach dem Barcamp erhalten haben und bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und die Mitgestaltung dieser gelungenen Veranstaltung, aus der Themen für die Angebote in den ProKIP-Labs hervorgingen.

Das Format Barcamp bewährte sich zum zweiten Mal als eine hervorragende Methode für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Projektmitarbeitenden aus KI-Forschung und Entwicklung, Pflege- Gesundheits- und Sozialwissenschaft und Praxis. Wir hoffen, dass alle Teilnehmenden viele neue und spannende Eindrücke mitnehmen konnten
KI in der Pflege auf der Medical Informatics Europe Conference 2024 in Athen
Vom 25. bis 29. August 2024 fand in Athen die 34. Medical Informatics Europe Conference mit dem Konferenzthema „Digital Health & Informatics Innovations for Sustainable Health Care Systems“ statt. Die Veranstaltung zog ein internationales Publikum an, wobei die Hälfte der Forschenden aus Deutschland kamen. Weitere Länder wie die Niederlande, die USA und China waren ebenfalls vertreten.
Die Konferenz wurde mit einer inspirierenden Keynote von George Demiris eröffnet. In seinem Vortrag „AI in Health and Aging: Considering New Models of Care“ beleuchtete er die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Gesundheitsversorgung älterer Menschen. Er legte dabei besonderes Augenmerk auf die Einbindung von Stakeholdern und den Schutz der Privatsphäre.
Neben der Rolle von KI für die evidenzbasierte Forschung und die Lehre in der Medizininformatik standen die Themen Interoperabilität und die erfolgreiche Implementierung neuer Technologien in die Praxis im Fokus der Diskussionen. Namhafte Expertise aus der internationalen Medizininformatik-Szene war vor Ort, um neueste Forschungsergebnisse zu präsentieren.
Das ProKIP Projekt war durch einen Beitrag von Alessia Nowak, Rahel Gubser und Daniel Fürstenau „Evaluation of End-User Participation in Artificial Intelligence Nursing Projects“ vertreten. In ihrem Beitrag entwickelten sie anhand eines qualitativ-analytischen Ansatzes ein Messinstrument zur Bewertung der aktiven Partizipation von Endnutzer:innen auf Projektebene. Damit soll der Umsetzungsgrad der Partizipation in der Enwicklung und Implementierung von Künstlicher Intelligenz in die Pflegepraxis messbar gemacht werden. Die erste Validierung des Instruments erfolgte durch kognitive Interviews, während die psychometrische Validierung im Rahmen von einer Dissertation geplant ist.
Die Konferenz bot eine ideale Plattform, um innovative Ansätze für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung zu diskutieren und zeigte, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch für die Weiterentwicklung der Medizininformatik ist.
Termine für die KIP-Projekte
Die Abschlussveranstaltung für die KIP-Projekte findet am Mittwoch, 12.02.2025 im Haus der Wissenschaft, in Bremen statt. Neben einer Gesamtschau der KIP-Projekte und der in den vergangenen Jahren erzielten Erfolge und Erkenntnisse im Themenfeld KI in der Pflege wird die für alle Interessierten offene Veranstaltung neben einem optimalen Forum zum Netzwerken auch Gelegenheit für einen Blick in die Zukunft für F&E und Integration von KI in die Pflegepraxis bieten.
Quick-Tips
Handbuch Digitale Ethik
Das gerade erschienene Handbuch Digitale Ethik, im Nomos-Verlag herausgegeben von Petra Grimm, Kai Erik Trost und Oliver Zöllner, versteht sich als neues Standardwerk für Theorie, Praxisfelder und Debatten rund um den Bereich der Digitalen Ethik. Kathi Beier und Dagmar Borchers haben zusammen mit ihren Kolleg:innen des Lehrstuhls für Angewandte Philosophie der Uni Bremen den Beitrag über tugendethische Zugänge geschrieben. Darin geben sie einen Überblick über antike und moderne Tugendverständnisse und zeigen, vor welche Herausforderungen die zunehmende Digitalisierung den moralischen Charakter stellt - im Umgang mit neuen sozialen Medien ebenso wie bei dem Versuch, tugendhafte KI-Systeme zu kreieren. Das Einüben von Tugenden für das digitale Zeitalter, so die These, erlaubt es, diesen Herausforderungen moralisch klug und sensibel zu begegnen. (Digitale Ethik - 978-3-7560-1120-9 | Nomos)
Podcast zum Nachhören
Im Podcast IQ - Wissenschaft und Forschung des BR sprach Karin Wolf-Ostermann im Beitrag Altenpflege - retten Roboter und KI das System? am 24. September zusammen mit Roboter Charlie - Programmiert durch Wissenschaftler der Fachhochschule Kiel, Jutta Tandler - Betreuungskraft im Seniorenzentrum Travetal, Christin Wendt - Referentin der Diakonie Nord Nordost und Hans-Werner Wahl - Seniorprofessor des Netzwerks Alternsforschung der Universität Heidelberg zum Einsatz von Robotik und digitalen Technologien in der Pflege.
Projekt Ageism in AI: new forms of age discrimination and exclusion in the era of algorithms and artificial intelligence (AGEAI)
Das Projekt AGEAI verfolgt das Ziel, kritisch zu bewerten, wie Ageism in KI-Systemen, -Produkten, -Dienstleistungen und -Infrastrukturen wirkt, indem es sich auf kritische Bereiche des KI-Einsatzes konzentriert (darunter auch das Gesundheitswesen). AGEAI läuft noch bis 2027, bietet aber auf der Website zum Projekt bereits einen Überblick zu spannenden Publikationen zum Thema.
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Viele Grüße vom ProKIP-Team!