Sehr geehrte Mitarbeitende in den KIP-Projekten,
heute erhalten Sie den monatlichen Newsletter des Begleitprojektes ProKIP.
ProKIP-Newsletter
Mitarbeitende der KIP-Projekte und externe Expert:innen diskutieren ProKIP-Entwurf zum KI-Pflege-Readiness-Assessment
Das ProKIP-Team lädt im Dezember 2024 und Januar 2025 Mitarbeitende aus den KIP-Projekten und Expert:innen aus Pflegewissenschaft, Informatik, Pflegepraxis, Data Science sowie Technolgie-Hersteller dazu ein, einen Entwurf für ein KI-Pflege-Readiness-Assessment zu diskutieren. Das KI-Pflege-Readiness-Assessment richtet sich an Verantwortliche in KI-Pflege-Projekten und Fördergeber:innen, die ein KI-Pflege-Projektvorhaben in Hinblick auf die Auseinandersetzung mit und die Bearbeitung von bekannten Fähigkeiten und Einflussfaktoren für das Gelingen solcher Projekte beurteilen wollen. Auch Verantwortliche aus Pflegeeinrichtungen und Kliniken, die den Reifegrad ihres Unternehmens in Hinblick auf die Umsetzung von KI-Pflege-Projekten beurteilen möchten, sollen das Instrument nutzen können.
Das komplexe KI-Pflege-Readiness-Assessment umfasst fünf Dimensionen, die mehr als 60 Fähigkeiten für KI-Pflege-Readiness enthalten. Die Dimensionen stellen verschiedene Handlungsfelder dar, in denen KI-Pflege-Projekte Einfluss auf das Projektergebnis nehmen können. Das ProKIP-Team möchte nun herausfinden, ob und wie Expert:innen mit praktischer Erfahrung bei der Planung, Umsetzung und Evaluation von KI-Pflege-Projekten das KI-Pflege-Readiness-Assessment verstehen und wie sie das Instrument in Hinblick auf ausgewählte Evaluationskriterien beurteilen. Dazu lädt ProKIP Mitarbeitende der KIP-Projekte und externe Expert:innen zur Teilnahme an einer online-Fokusgruppendiskussion ein.
Mitarbeitende aus den KIP-Projekten, die sich an der Diskussion des Instruments beteiligen möchten, aber noch keine Einladung erhalten haben, können sich gerne direkt beim ProKIP-Team melden: prokip@uni-bremen.de
Abschlusstreffen zur BMBF Fördermaßnahme „Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen“ (KIP) - Anmeldung ab jetzt möglich
Das Abschlusstreffen für die KIP-Projekte und die interessierte Fachöffentlichkeit findet am 12. Februar 2025 von 9 bis 16 Uhr im Haus der Wissenschaft in Bremen statt. Der Vormittag ist der Vorstellung der KIP-Projekte und ihrer Ergebnisse und Teilergebnisse gewidmet. Im zweiten Programmteil diskutieren wir in einem Open Space KI in der Pflege gemeinsam mit allen Anwesenden zur Frage „Wie gestalten wir die Zukunft der Pflege mit den Ergebnissen aus den KIP-Projekten?“. Das Programm des Abschlusstreffens im Überblick
Neben den Projektvorstellungen können die KIP-Projekte Poster, Demonstratoren oder Teilergebnisse ausstellen. Die KIP-Projektleitungen haben dazu eine Information durch den Projektträger erhalten. Das ProKIP-Team sammelt Beiträge unter prokip@uni-bremen.de und stimmt die Organisation mit den einzelnen Projekten ab.
Anmeldungen zum Abschlusstreffen sind ab sofort hier möglich. Mitarbeitende der KIP-Projekte können mit dem Stichwort "Universität Bremen" bis zum 15.01.2025 ein Abrufkontingent von Zimmern im City Hotel Hanseatic und Motel One Bremen buchen. Beide Hotels befinden sich zu Fuß weniger als 10 Minuten vom Veranstaltungsort entfernt und in unmittelbarer Nähe des ÖPNV.
Neue Methoden im interaktiven Methodenkoffer zum Thema Dokumentation auf der Plattform für die KIP-Projekte
Gerade bei Remote-Teams ist eine Dokumentation von Absprachen und Ergebnissen unerlässlich. Dank zuverlässiger Dokumentation sind auch Ihre Entscheidungen nachvollziehbar. Eine Darstellung in Form von Canvases ist auch während der Projektlaufzeit und zur Statuskontrolle sinnvoll.
Hier finden Sie verschiedene Methoden, um den Überblick über den Stand der Zielerreichung des Projektes zu bekommen. Hier ist der Link zum gesamten Methodenkoffer.
Quick-Tips
KI-basierte Sturzpräventions-App als DiPA abgelehnt
Die im Projekt KIP-SDM beteiligte Lindera GmbH durchlief als erster Medizinprodukte-Hersteller in Deutschland das Antragsverfahren für die Zulassung als Digitale Pflegeanwedung (DiPA) nach § 78a SGB XI. Nun wurde die KI-basierte Sturzpräventions-App durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als DiPA abgelehnt. Das Statement von Lindera zur Ablehnung ist hier nachzulesen.
Die Ablehnungs-Entscheidung ist für die KIP-Projekte bedeutsam, da KI-Lösungen für die Pflege langfristig mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, die im konkreten Fall zu den Ablehnungsgründen beitragen: Wie lassen sich Nutzennachweise für KI-basierte Pflegetechnologien und die Umsetzung von Produkttestungen unter Alltagsbedingungen im realen Pflegesetting erbringen, die nicht in Gänze kontrollierbar sind und sich wie klassische randomisierte-kontrollierte Studien umsetzen lassen?
Transfer-Hub für die humanzentrierte Arbeit mit KI - Assistenzsysteme zur Spracherkennung in der Therapie und Pflege
Zum Stöbern lädt das Kompetenzzentrum der Metropole Ruhr
für die Arbeitswelt der Zukunft mit Künstlicher Intelligenz ein. HUMAINE stellt unter anderem einen Methodenbauskasten als pilotierte Toolbox für die menschenzentrierte Gestaltung von Arbeit durch und mit KI, die die Dimensionen Mensch, Technik und Organisation zusammenführt, frei zugänglich zur Verfügung der auch für die KIP-Projekte interessant ist.
Im Pilotschwerpunkt Assistenzsysteme zur Spracherkennung in der Therapie und Pflege kommt zudem ein KI-basiertes Demonstratorsystem zur sprachbasierten Pflegedokumentation und Entwicklung von Leitlinien zur nachhaltigen Implementation von KI-basierten Assistenzsystemen in die therapeutische Versorgung zum Einsatz.
Rapid Review zu aktuellen und potentiellen Anwendungen von Large Language Modellen in der Pflege
Vor dem Hintegrund der zunehmenden Anwendung großer Sprachmodelle in kommerziellen und privaten Kontexten fasst eine Literaturübersicht aktuelle und potenzielle Anwendungen von LLMs in der Pflege zusammen und diskutiert, wie LLMs die Pflegepraxis, -ausbildung und -forschung unterstützen können.
UKE Hamburg setzt KI-Sprachmodell ARGO ein
Wie das ZDF heute Journal am Sonntag, 29.09. 2024 berichtete, ist im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Einführung des KI-Sprachmodells „ARGO“ gestartet, das Ärzt:innen bei der Erstellung von Arztbriefen unterstützt. Der Einsatz des Sprachmodells soll die Patient:innenversorgung im UKE weiter verbessern und die Mitarbeitenden im klinischen Alltag entlasten. Entwickelt wurde „ARGO“ von der neu gegründeten gemeinnützigen UKE-Tochtergesellschaft Innovative Digitale Medizin (IDM gGmbH). Schwerpunkt der IDM ist die eigenständige und patient:innenzentrierte Entwicklung von KI-Anwendungen für den klinischen Alltag, die künftig auch anderen Kliniken und Forschungseinrichtungen deutschlandweit zur Verfügung gestellt werden sollen.
Sollten Sie auch interessante Informationen für unseren Newsletter haben, so teilen Sie diese gern mit uns: prokip@uni-bremen.de.
Viele Grüße vom ProKIP-Team!